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Architektur- und Baugeschichte

Johann Josef Böker

Der Wiener Stephansdom

Der Wiener Stephansdom ist wohl das wichtigste identitätsstiftende Bauwerk Österreichs, und entsprechend haben sich Generationen um die Entschlüsselung seiner komplizierten Baugeschichte bemüht. Viele Fragen geben freilich nach wie vor Rätsel auf.

Auf der Basis seines Werks »Architektur der Gotik« und nach einer gründlichen Beschäftigung mit dem Bauwerk selbst legt Johann Josef Böker nun eine völlig neue Baugeschichte des Stephansdomes vor, die von der bisher gültigen Chronologie in ganz entscheidenden Punkten abweicht.

So erscheint Rudolph IV. – bislang als Bauherr des reichgegliederten Langhauses angesehen – als Umgestalter des älteren albertinischen Domchores und Initiator eines ersten Turmprojekts, dessen Spuren am bestehenden Südturm herausgeschält werden. Als der entscheidende Architekt für den Ausbau des Domlanghauses, das nun vollständig als ein Werk des 15. Jahrhunderts zu werten ist, und den mit ihm zusammen errichteten Nordturm konnte erstmals Laurenz Spenning nachgewiesen werden, der somit aus dem Schatten des sagenumwobenen Hanns Puchsbaum tritt. Soziopolitisch interessant ist, dass an dem Bauwerk unterschiedlichste gesellschaftliche Gruppierungen – Landesfürst, Stiftsklerus und Bürgertum – zusammenwirkten, um hier über alle politischen Konflikte der Zeit hinweg an einer gemeinsamen Aufgabe zu bauen. Die Reproduktion der auf den Stephansdom zu beziehenden gotischen Baurisse und die fotografischen Aufnahmen von Peter Kodera, die den Stephansdom in allen Formen seiner künstlerischen Gestaltung zeigen, machen auch Bökers neuestes Werk zu einem bibliophilen Gustostück.

Fotografien von Peter Kodera und Margherita Spiluttini zeigen den Stephansdom in allen Formen seiner künstlerischen Gestaltung und machen, gemeinsam mit den entsprechenden Baurissen aus dem Kupferstichkabinett der Akademie der bildenden Künste Wien und dem Wien Museum, das Buch zudem zu einem visuellen Ereignis ersten Ranges.

Zum Autor:
J. J. Böker arbeitete nach dem Studium der Kunstgeschichte, Archäologie und Geschichte in Köln, Saarbrücken, Münster und Oxford zunächst als Hochschulassistent an der Architekturfakultät der Universität Hannover, und anschließend als Professor für Architekturgeschichte an der McGill University, Montreal. Gegenwärtig leitet er das Institut für Baugeschichte der Universität Karlsruhe (TH) sowie das Südwestdeutsche Archiv für Architektur und Ingenieurswesen. Seine Publikationen befassen sich mit verschiedenen Aspekten insbesondere der mittelalterlichen Architekturgeschichte

Der Wiener Stephansdom
Architektur als Sinnbild für das Haus Österreich

Johann Josef Böker
Mit Fotografien von Peder Kodera und Margherita Spiluttini sowie
originalen Baurissen aus dem Kupferstichkabinett der Akademie
der bildenden Künste Wien und dem Wien Museum.

344 Seiten, zahlreiche Abbildungen,
22 x 33cm, Leinen mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-7025-0566-0
98,00 € (A) / 150,00 SFr

Buchbestellungen direkt beim Verlag:
- Verlag Anton Pustet - www.verlag-anton-pustet.at

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