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Architektur der Gegenwart
Harald Bodenschatz | Ulrike Laible (Hg.)Großstädte von morgen. Internationale Strategien des StadtumbausSeit dem Ende des 20. Jahrhunderts spielt der Wandel von der industriellen zur postindustriellen Stadt in Europa, Asien und den USA gleichermaßen eine entscheidende Rolle. Dieser Strukturwandel stellt die Großstädte vor vielfältige Herausforderungen: Allerorts werden Maßnahmen zum Stadtumbau durchgeführt, um sich im Wettbewerb um wirtschaftliche Aktivitäten, Bewohner und internationale Aufmerksamkeit zu behaupten. Der vorliegende Band Großstädte von morgen. Internationale Strategien des Stadtumbaus, Ergebnis einer Vortragsreihe des Schinkel-Zentrums für Architektur, Stadtforschung und Denkmalpflege der Technischen Universität Berlin, schärft den Blick für das Phänomen Stadtumbau. Aufsätze von international arbeitenden Architekten, Stadtplanern und Sozialwissenschaftlern untersuchen die vielfältigen Stadtumbaustrategien rund um den Globus. Mit Birmingham und Manchester stellt Harald Bodenschatz zwei alte Industriestädte vor, in denen schon seit Ende der 1980er Jahre ein Umdenken in der Stadtpolitik stattfindet. Das Programm der „Urban Renaissance“ soll die Stadtzentren wiederbeleben und dadurch die neue urbane Mittelschicht ansprechen. In Chicago, dem Musterbeispiel für die Revitalisierung US-amerikanischer Innenstädte, versucht man dagegen, mit einer radikaleren Politik das Zentrum aufzuwerten. Mit dem Abriss von Gebäuden des sozialen Wohnungsbaus und dem Neubau hochwertiger Wohnungen wird versucht, gemischte Siedlungen entstehen zu lassen und so die Attraktivität der Innenstadt zu steigern. Dass Stadtumbau aber auch eine Abkehr vom Zentrum bedeuten kann, verdeutlicht der Aufsatz zu Prag: Der historische Stadtkern ist als Weltkulturerbe zwar Imageträger, die räumlichen Kapazitäten sind aber begrenzt. Daher sind die Verortung, der Ausbau und die Gestaltung neuer zentraler Lagen am Rand der historischen Innenstadt von größter Bedeutung. Großstädte von morgen. Internationale Strategien des Stadtumbaus zeigt auf, dass die Diskussion um die Neugestaltung der Städte fachübergreifend geführt werden muss. Dem Leser wird verdeutlicht, dass der internationale Austausch eine große Rolle spielt, um die Zukunft der Städte zu sichern. Herausgeber Ulrike Laible, geb. 1963, studierte Kunstgeschichte, Denkmalpflege und
Kunstpädagogik in München, Bologna und Bamberg und promovierte an der TU Berlin.
In Augsburg, Bamberg und Berlin für diverse Architekturausstellungen tätig.
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am FG Baugeschichte der Universität Dortmund;
seit 2005 Geschäftsführerin des Schinkel-Zentrums Großstädte von morgen. Internationale Strategien des Stadtumbaus Buchbestellungen direkt beim Verlag: |