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Architektur der Gegenwart
Der Versuch einer Wegweisung für die Zukunft:Ernst A. Plischke Preis 2008Ernst Anton Plischke ging durch die Schulen von Behrens, Strnad und Frank und gilt als einer der großen Architekten der Moderne. In jungen Jahren realisierte er bedeutende Bauten in Österreich, etwa das Arbeitsamt in Wien-Liesing oder das legendäre Haus Gamerith am Attersee. Eine zweite fruchtbare Schaffensperiode hatte er in der Emigration in Neuseeland, ehe man ihn in den 1960er Jahren als Professor an die Akademie der bildenden Künste zurück nach Wien rief. Zum hundertsten Geburtstag 2003 gründeten die Schüler und Freunde E. A. Plischkes die Plischke-Gesellschaft. Heuer, fünf Jahre später, wurde der mit 10.000 Euro dotierte Ernst Anton Plischke-Preis zum ersten Mal vergeben. Für Architektur, die der universalistischen Baugesinnung Plischkes entspricht. Diese hat an Aktualität nichts eingebüßt, wiewohl sie sich gegen den Zeitgeist abgrenzt: Spätestens seit Gehrys Museum spricht man vom Bilbao-Syndrom, vom expressiven "Überhang". Das Gewicht liegt heute stark auf der Bauplastik - der äußeren Erscheinung. Dieser Überhang auf der einen Seite bedingt einen Mangel auf der anderen. Plischke hingegen lässt der äußeren Form ihren Auftritt nur in Ausgewogenheit mit den anderen Anforderungen an Architektur - so, wie die inneren Organe des menschlichen Körpers seine äußere Gestalt bedingen. Die Bauplastik muss im Einklang mit der Konstruktion sein und nicht einen statischen oder materiellen Zusatzaufwand bedingen, das Raumkonzept muss den Funktionen entsprechen und das Ganze eine Synthese von Gestalt und Zweck sein. Der Preis Die Jury ERNST A. PLISCHKE PREIS 2008 Buchbestellungen direkt beim Verlag: |