Alternativen stehen längst bereit
Mit 1. September 2009 werden die traditionellen Glühlampen entsprechend der neuen EU-Verordnung bis 2012 schrittweise vom Markt genommen. Entgegen
hartnäckigen Gerüchten stehen auch nach dem Ausstieg aus der klassischen
Glühbirnentechnologie gute Alternativen für die Beleuchtung im Haushalt zur
Verfügung. Topprodukte.at informiert über die Vorteile und Anwendungsbereiche der weiterhin verfügbaren Technologien und listet empfehlenswerte Produkte.
Standard-Glühlampen werden entsprechend der neuen EU-Verordnung bis zum Jahr
2012 schrittweise vom Markt genommen. Begonnen wird mit der 100-W-Klasse, die in
den Regalen des Handels zunächst noch anzutreffen sein wird, von den Herstellern
ab September jedoch nicht mehr auf den Markt gebracht werden darf. Entgegen der
verbreiteten Meinung existieren heute neben der Energiesparlampe gute
Alternativen zur klassischen Glühlampe, die eine vergleichbare
Beleuchtungsqualität bei erheblich besserer Effizienz erlauben. Die
Energiesparlampe selbst wiederum ist deutlich besser als ihr allgemeiner Ruf.
Allerdings sollte beachtet werden, dass die Qualitätsunterschiede zwischen
Produkten noch immer groß sind und beim Einkauf daher entsprechende Sorgfalt geboten ist, um nicht am falschen Platz zu sparen.

Halogenlampe in Glühbirnenform Philips EcoClassic 50, 20W, E27
Quelle:
Topprodukte.at
Halogenlampe als direkter Ersatz der klassischen Glühlampe
Die Nachricht über das Ableben der Glühlampe ist verfrüht. Denn Halogenlampen,
die technisch gesehen nichts anderes sind als moderne wesentlich effizientere
Glühlampen, ersetzen die klassische Glühbirne. Neben den weit verbreiteten und
sehr beliebten Halogenspots und Brennstäben in Deckenflutern stehen seit kurzem
auch sparsame Halogenlampen im Design der klassischen Glühlampe (Birnen- und
Kerzenform) als 1:1-Ersatz für die Glühbirne zur Verfügung. Ihre Vorteile im
Vergleich zur seit 1880 existierenden Glühbirne liegen in der zwei bis dreifach
höheren Lebensdauer und 30 bis 50 Prozent höhere Energieeffizienz
(Effizienzklasse B und C anstatt E) bei gleicher Beleuchtungsqualität. Erreicht
wird dies durch eine Füllung mit ungiftigen Edelgasen (Krypton oder Xenon mit
Halogenanteil). Mit diesen neuen Alternativen spart man im Betrieb somit bares
Geld auch wenn der Anschaffungspreis etwas höher ist.
Halogenlampen sind stufenlos dimmbar und zeichnen sich durch eine gute
Farbwiedergabe aus. Hinsichtlich der Lichtqualität sind Sie mit der klassischen
Glühbirne vergleichbar und vor allem dort eine ideale Lösung, wo
Energiesparlampen aufgrund der spezifischen Beleuchtungseigenschaften
unerwünscht sind.
Hamsterkäufe der alten Glühbirne sind keinesfalls empfehlenswert
Für Lampen im Leistungsbereich unter 100 W werden in den kommenden Jahren noch
weiterhin D- und E-Klasse-Produkte erhältlich sein. Die eindeutige Empfehlung
lautet allerdings schon jetzt zu den wesentlich effizienteren B- und
C-Klasse-Produkten zu greifen. Aktuelle Produkte im "Retro-Design" für den
direkten Ersatz von Glühbirnen (entsprechend 40-100-W-Glühbirne) finden sich in
den neuen
TopProdukte-Listen,
ausschließlich B- und C-Klasse Produkte.
Die Energiesparlampe als gute Lösung für viele Anwendungszwecke
In Anwendungsbereichen, wo nicht zwingend eine mit der Glühlampe vergleichbare
Beleuchtungsqualität gewünscht wird, bietet die Energiesparlampe eine gute
Alternative, sofern qualitativ hochwertige Produkte gekauft werden. Sie ist
weder gesundheitsschädlich noch besonders Umwelt belastend. Auswirkungen auf die
Gesundheit können laut internationalen Studien nur dann entstehen, wenn eine
dauerhafte Exposition in sehr geringem Abstand zu den Lampen stattfindet (z. B. Eine intensive Nutzung von Schreibtischlampen in einem Abstand von weniger als
20 cm). Dies ist in der Praxis jedoch selten gegeben. Umweltbelastungen durch
die geringen Quecksilbergehalte können vermieden werden, wenn die Lampen
ordnungsgemäß als Elektromüll entsorgt bzw. einfach wieder im Handel abgegeben
werden und nicht in den Restmüll geworfen werden. Energiesparlampen müssen
entsprechend der EU-Richtlinie zur Elektro- und Elektronikaltgeräteentsorgung
vom Handel zurückgenommen werden bzw. können an Sammelstellen abgegeben werden.
Die derzeit bestehende Kritik an den Energiesparlampen ist nicht gänzlich unberechtigt
Es bestehen nach wie vor große Unterschiede hinsichtlich der Qualität und Haltbarkeit der Produkte. Insbesondere Billigprodukte
enttäuschen oft. Zu den negativen Erfahrungen zählen hier früher Defekt, nicht
gewünschte Lichtfarbe, geringere Lichtausbeute etc.. Beim Kauf gilt es also die
Produkte zu vergleichen. Entsprechende Beratung wird im Elektrofachhandel
angeboten, wo man auch die gewünschte Farbqualität der Lampen testen kann. Gute
Produkte zeichnen sich durch eine entsprechende Lichtfarbe, höhere
Schaltfestigkeit und eine entsprechend höhere Lebensdauer aus. In den
TopProdukte-Listen finden sich Produkte in unterschiedlichen Bauformen für E-14-
und E-27-Sockel.
Was bringt die Zukunft?
Obwohl die heutigen Anwendungen mit den verfügbaren Halogen- und
Energiesparlampen recht gut abgedeckt sind, wird in Zukunft auch die
LED-Technologie eine immer größere Rolle spielen. Zu den Vorteilen der
LED-Technologie zählen unter anderem verlustfreies Dimmen, keine Wärme im
Lichtstrom, keine UV-Strahlung und die modulierbare Lichtfarbe.
Kaufkriterien: Lichtausbeute, Farbwiedergabe, Lebensdauer und Energieeffizienz
Die LED kann insbesondere dort wo heute die Halogentechnologie
aufgrund der spezifischen Lichtqualität dominiert, noch beträchtliche
Effizienzgewinne ermöglichen. Die von den Herstellern derzeit publizierten
Lichtausbeuten sind für die Praxis häufig wenig aussagekräftig, da die Lampen in
kaltem Zustand kurz nach dem Einschalten gemessen werden, die Lichtausbeute mit
zunehmender Betriebstemperatur jedoch deutlich abnimmt. Einige hochwertige
Produkte im Bereich der Schreibtischlampen und der Spotbeleuchtung sind bereits
am Markt verfügbar. Von den aktuell im Retrodesign (Birnen und Kerzen)
angebotenen Produkte ist zumindest derzeit eher abzuraten. LED-Spots guter
Qualität und mit entsprechender Lichtleistung kosten derzeit allerdings noch ca. 40 bis 50 € und sind für den Konsumenten daher preislich wenig attraktiv. Von einem
Kauf durchschnittlicher LED-Produkte, die auch günstiger angeboten werden, ist
derzeit noch abzuraten - das Risiko einer Fehlinvestition ist hoch.
Topprodukte listet einige ausgewählte Produkte im Bereich der LED-Spots, um
den Stand der Entwicklung aufzuzeigen. Die Liste zeigt LEDs, die eine
Farbwiedergabe von mindestens 70 Prozent und einen Leistungsfaktor von
mindestens 0,50 aufweisen (Messung: eteam gmbH, Stefan Gasser). Das derzeitige
Marktangebot richtet sich aufgrund der hohen Preise und der noch eingeschränkten
Verfügbarkeit hochqualitativer Produkte primär an Interessierte und noch nicht
an den breiten Consumer-Markt.
Weitere Informationen:
Österreichische Energieagentur - Austrian Energy Agency
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Fax: 01 - 5 86 15 24 - 340
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