![]() |
||||||||||
|
||||||||||
News | Architektur-Infos | ||||||||||
|
News
|
|
Schnell zum Ziel
Newsletter
Fachthemen News
|
|
Architektur-Infos
Zukunftsmodell Haus der Forschung"Monitoring Projekt" abgeschlossen - Prognosen bestätigt - Energiekennzahlen vergleichbarer Häuser um 50 Prozent unterschritten "Green Buildings", also ressourceneffiziente Gebäude, sorgen seit längerem für Diskussionen. Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) versucht auch in diesem Bereich eine Vorreiterrolle einzunehmen. Doch dieser Pionierarbeit sind natürliche Grenzen gesetzt. Denn um den Energiebedarf von Gebäuden niedrig zu halten, ist die Planung und Ausführung des Bauvorhabens von entscheidender Bedeutung. Neubauten mit innovativen Lösungen, wie etwa Geothermie, Photovoltaik, Passivhaus sind oft aufgrund des Einsatzes qualitativ hochwertiger Materialien in der Errichtung etwas teurer als "herkömmliche" Gebäude. "Der Return on Investment muss schon darstellbar sein, sonst gibt niemand sein OK zu so einem Projekt", sagt Christoph Stadlhuber, Geschäftsführer der BIG: "Daher versuchen wir mit innovativen Pilotprojekten die Bereitschaft zu höheren Standards weiter zu steigern", so Stadlhuber. Jetzt liegen erstmals zu einem dieser Pilotprojekte konkrete Ergebnisse vor. Das "Haus der Forschung" in Wien, im Jahr 2006 fertig gestellt, spielt in punkto Energieeffizienz theoretisch alle "Stückerln". Dazu gehören: erhöhter Wärmeschutz der Gebäudehülle, dreifach verglaste Fenster, Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, Erdreichwärmetauscher, moderater Verglasungsanteil, Wärmeerzeugung durch Fernwärme, betonkernaktiverte Decken oder auch eine optimierte Lichtsteuerung. Ob die Praxis den Zielen von Planer und Bauherrn auch standhält, war Aufgabenstellung eines von der BIG beauftragten Forschungsprojektes. Ein "Monitoring"-Team der Donau-Universität Krems, hatte von der Fertigstellung an ein strenges Auge auf das Objekt in der Sensengasse im neunten Wiener Bezirk. Drei Jahre lang wurden wesentliche Größen des Energieverbrauchs und der Innenraumbehaglichkeit wissenschaftlich ausgewertet und mit den Planungszielen verglichen. Dazu wurden kontinuierliche sowie temporäre Messungen vorgenommen, die Aufschlüsse über die Funktion der Steuer- und Regelungstechnik, das Nutzerverhalten und die Nutzerzufriedenheit geben sollten. Mit Hilfe des Monitorings konnten Betriebsoptimierungen vorgenommen werden, nun liegen die Erfahrungs- und Messwerte am Tisch. Sie zeigen: Die ambitionierten Pläne sind aufgegangen. Eines der Ziele war, die üblichen Kennzahlen ähnlicher Neubauten durch den Einsatz innovativer Bau- und Haustechnik um zumindest 50 Prozent zu unterschreiten. "Die Prognosen haben sich voll bestätigt, die Planungsziele sind erfüllt, wie etwa der Nutzwärmebedarf für Raumheizung von nur 30 kWh/m² und für Kühlung von nur 35 kWh/m²", lautet das Resümee von Peter Holzer, Leiter des Departments Bauen und Umwelt an der Donau-Uni Krems. Und das in allen Teilbereichen, die das wissenschaftliche Monitoring streng akribisch beobachtete: den niedrigen Energiebedarf für Heizen, Lüften und Kühlen, die planmäßige Funktion der Wärmerückgewinnungsanlagen sowie die Raumluftqualität. "Nach einer kurzen Einstellungsphase auf die großteils automatisch gesteuerten Abläufe fühlen wir uns nach mehr als drei Jahren im Haus sehr wohl", sagt Klaus Pseiner, Geschäftsführer der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) "Das ist eine eindrucksvolle Bestätigung unseres Kurses", so Stadlhuber. Denn damit ist klar: Im Haus der Forschung fühlen sich nicht nur unsere Mieter wohl, es rechnet sich auch. Damit sei das Haus der Forschung auch ein Modell für die Zukunft. "Die Weiterentwicklung geht in Richtung energieautarke Gebäude", sagt Stadlhuber, und legt damit gleich die Marschrichtung für die BIG fest. Weitere Informationen: |