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Außenanlagen, Garage, Schwimmbad
Passivhaus-Wohnungen im großen Maßstab![]() Im Zeichen der Halle: Die
Passivhäuser der Wohnanlage Campo neben dem ehemaligen Straßenbahndepot. Das lange ungenutzte Areal hat wieder Leben eingehaucht bekommen und seine Historie dabei teilweise bewahren können / © ABG FH An der Stelle eines ehemaligen Straßenbahndepots entstanden im Frankfurter Stadtteil Bornheim 140 neue Wohnungen in Passivhausbauweise - und damit einer der größten Gebäudekomplexe Europas auf diesem Niveau. Es ist ein Bekenntnis zur Industriekultur Frankfurts: Auf dem bislang ungenutzten 10.000 Quadratmeter großen Areal eines ehemaligenStraßenbahndepots in Frankfurt-Bornheim entstand ein neues Stadteilzentrum mit 140 Passivhauswohnungen, einem Supermarkt, Einzelhandelsgeschäften und einem Bistro. Verwirklicht wird hier - im Rahmen von Geschossbauten in Passivbauweise - ein besonderes architektonisches Konzept: Durch die Erhaltung der denkmalgeschützten Fassade der alten Straßenbahnhalle soll der ursprüngliche historische Charakter des Areals bewahrt werden. Doch nicht nur diese Vorgabe wurde umgesetzt. "Das Wohn-Projekt Campo fügt sich architektonisch bestens in die Umgebung ein und ist zudem nicht auf den ersten Blick als Passivhaus zu erkennen", formuliert Frank Junker, Geschäftsführer des Frankfurter Wohnungs- und Immobilienkonzerns Aktienbaugesellschaft Frankfurt Holding (ABG FH), einen weiteren Anspruch. Nicht zuletzt deshalb waren an der Planung der vier- und fünfgeschossigen Gebäuderiegel auch vier Architekturbüros beteiligt. Die Frankfurter Büros Albert Speer und Partner, Stefan Forster Architekten und Scheffler + Partner Architekten sowie das Darmstädter Büro Hoechstetter und Partner waren für das Konzept "vier Büros bauen ein Projekt" verantwortlich. "Wir wollten damit außerdem bewirken, dass auch die unterschiedliche Handschrift der Architekten erkennbar ist", erläutert Frank Junker. ![]() Ansatz zur Reurbanisierung: Die minimalen Wohn-Nebenkosten der Passivhaus-Wohnungen sollen Familien mit Kindern aus dem Frankfurter Umland in die Stadt locken / © ABG FH 5 Euro Heizkosten im Monat "Mit über 630 errichteten oder in Bau befindlichen Wohnungen im Passivhausstandard ist die ABG FH weltweit führend bei dieser besonders energiesparenden Bauweise", freut sich Junker. Nicht nur im Neubau möchte die Gesellschaft Maßstäbe setzen. Auch bei der Sanierung von Altbauwohnungen kommt die ressourcenschonende Bauweise zum Einsatz. Beispielsweise in der Frankfurter Friedrich-Ebert-Siedlung, in der Mietwohnungen aus den fünfziger Jahren heute nahezu Passivhausstandard erreichen. Bald sollen laut ABG FH auch Schulen, Kindergärten oder Gewerbebauten zunehmend als Passivhäuser realisiert werden. Dabei sieht Frank Junker Projekte wie Campo nicht als "ökologische Leuchtturmprojekte, die auf Querfinanzierung basieren. Das sind ganz solide finanzierte Bauprojekte wie andere auch, nur eben mit ausgereifter Technik umgesetzt." Neues Stadtleben Autor: Ralf Bachmayer Weitere Informationen: |