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Außenanlagen, Garage, Schwimmbad
Grüner Pelz am HausIm naturnahen Garten gehören Kletterpflanzen einfach dazu. Am Haus ohne Garten ist eine Fassadenbegrünung oft die einzige Möglichkeit, sich eine kleine grüne Oase zu schaffen. Standort und Beschaffenheit der Fassade entscheiden über die Wahl der Pflanze. Beim Anblick des Hinterhofs wird sich manch einer wünschen, die langweilige graue Fassade einfach hinter einem grünen Pelz erschwinden lassen zu können. Morgens könnte darin ein Vogel gut gelaunt den Tag bezwitschern, Blütenduft würde zeitweise die Autoabgase überdecken und die Jahreszeiten wären schon vom Fenster aus erlebbar. Schöne Aussicht! Es könnte ganz einfach sein: Ein paar Pflastersteine weg und schon dringt die Natur wieder durch. Vielen Kletterkünstlern reicht tatsächlich sehr wenig Platz aus, um sich prächtig zu entwickeln. Damit einem die Begrünung nicht über den Kopf - bzw. übers oder ins Haus - wächst, sollte man sich genau informieren, welche Pflanze sich für den Standort und den Begrünungswunsch eignet. Wurzelkletterer und Schlingpflanzen ![]() Bilder: I. Lehmann, Y. Miehlke, P. Fendrich Es gibt Pflanzen, die von sich aus an der Wand nach oben und in die Breite wachsen, und andere, die dafür eine Art Gerüst als Kletterhilfe brauchen. Efeu und der Wilde Wein sind die bekanntesten Vertreter der Selbstklimmer. Sie besitzen speziell zum Fassadenbegrünung Grüner Pelz am Haus Im naturnahen Garten gehören Kletterpflanzen einfach dazu. Am Haus ohne Garten ist eine Fassadenbegrünung oft die einzige Möglichkeit, sich eine kleine grüne Oase zu schaffen. Standort und Beschaffenheit der Fassade entscheiden über die Wahl der Pflanze. Klettern ausgebildete Haftorgane und kommen damit an fast jeder Wand empor. Die Triebe der Selbstklimmer, auch Wurzelkletterer genannt, sind "negativ phototrop". Das heißt, sie suchen die Dunkelheit und wachsen dort hin. Gibt es eine Spalte, wird sie gefunden, zum Beispiel im Bereich der Dachtraufe oder Risse im Putz. Wachsen die Triebe im Verlauf der Jahre, können sich Risse vergrößern und Dachziegel angehoben werden. Auch unter den Gerüstkletterern gibt es viele attraktive Pflanzen. Beispielsweise der im Frühling durch seinen Duft und die üppige lila Blütenpracht betörende Blauregen. Dieser gehört zusammen mit dem Echten Geißblatt, das ebenfalls intensiv duftet und in Mitteleuropa heimisch ist, zu den Schlingpflanzen. Ihre Triebe drehen sich spiralförmig um die angebotene Stütze. Häufige Kletterpflanzen, die sich zur Fassadenbegrünung eignen, mit ihren Eigenschaften und Ansprüchen. Bitte klicken Sie zur Vergrößerung. Als Kletterhilfe eignen sich Metallgitter oder vertikale Stahlseile mit Durchmessern von 0,4 bis fünf Zentimetern, je nach Wuchsstärke der Pflanze. Doch Vorsicht: Der starkwüchsige Baumwürger und der Blauregen können sich auch um Regenrinnen schlingen, die sie mit der Zeit zerdrücken oder aus der Halterung lösen! Ranker und Spreizklimmer Bilder: I. Lehmann, Y. Miehlke, P. Fendrich Mit etwas mehr menschlicher Hilfe kommen auch Kletterrosen, Brombeeren oder Ferdorne hoch hinaus. Sie stützen sich mit Ihren Stacheln oder Dornen am Klettergerüst ab und schieben sich so immer weiter nach oben. Daher der Name Spreizklimmer. Sie kommen mit horizontalen Hilfen und weitmaschigen Gittern mit Abständen von zirka 40 Zentimetern gut zurecht. Sogar für Mieter, die nur einen Balkon zur Verfügung haben, kann eine kletternde Begrünung nützlich sein. Schwachwüchsige Arten und Sorten oder einjährige Pflanzen lassen sich auch aus einem Pflanztrog ziehen und können so zu einem lebenden Sichtschutz heranwachsen. Warum nicht gleich das Schöne mit dem Nützlichen verbinden: Auch Feuer- oder Stangenbohnen können im Kübel gezogen werden und bereichern sogar den Speiseplan. Die pflegeleichten Pflanzen entwickeln sich schnell an einem Gitter oder an Drähten in die Höhe. Nur das regelmäßige Gießen nicht vergessen! Autor: Peter Streiff Quelle: BUND-Jahrbuch "Ökologisch Bauen & Renovieren" 2011, S. 122-123 Der Artikel steht als pdf-Download zur Verfügung. Weitere Informationen: |