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Ausstellungen

Die sanften Wilden. Das Wiener Modell der Stadterneuerung

Wiener Wohnbauressort und Vienna Insurance Group präsentieren Top-Projekte der "Sanften Stadterneuerung" / Ausstellung und Exkursionen

Ausstellung: 4. November 2009 bis 8. Januar 2010
Ort: Vienna Insurance Group (V.I.G), Ausstellungszentrum im Ringturm, 1., Schottenring 30
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9 bis 18 Uhr, an Feiertagen sowie am 24. Dezember 2009 und 31. Dezember 2009 geschlossen
Auftraggeberin: Stadt Wien - Magistratsabteilung 25, Wiener Wohnbauressort
Kuratorinnen: Drin Christiane Feuerstein und Maga Angelika Fitz

Eine Ausstellung des Architekturzentrum Wien

Ausstellungseröffnung: Die sanften Wilden - Das Wiener Modell der Stadterneuerung
v.l.n.r. Wohnbaustadtrat Vizebürgermeister Dr. Michael Ludwig, Dr. Christiane Feuerstein (Kuratorin), Mag. Angelika Fitz (Kuratorin), Dr. Günter Geyer (CEO Vienna Insurance Group) und DI Heidrun Feigelfeld (SRZ Stadt + Regionalforschung GmbH)
" Fotograf: Thomas Preiss
Fotocredit: Wiener Städtische Versicherung AG/APA-OTS/Preiss

Der international anerkannte Wiener Weg der "Sanften Stadterneuerung" ist eng mit den Wiener Gebietsbetreuungen verknüpft. Eine multimediale Ausstellung zeichnet nun - anlässlich des 35-Jahr-Jubiläums dieser wichtigen Drehscheiben - ein lebendiges Portrait von der Arbeit der Wiener Gebietsbetreuungen und zeigt ihre vielfältigsten und mutigsten Projekte. Sie verdeutlicht das Zusammenspiel von historisch gewachsener Stadt und notwendiger Veränderung - und das ganzheitliche Ziel, Stadt nicht nur zu erleben, sondern auch selbst mit zu gestalten.

Die "Sanfte Stadterneuerung" hat Wien in den vergangenen 35 Jahren entscheidend geprägt. Denn im Gegensatz zu anderen Metropolen, in denen Gründerzeit-Viertel großflächig abgerissen wurden, hat sich Wien für eine behutsame Erneuerung der historischen Bausubstanz entschieden. Die "Sanfte Stadterneuerung" steht jedoch vor allem für einen Bewohner orientierten Weg, Revitalisierungen durchzuführen. Denn die beträchtlichen Förderungen, die Wien in Sanierungen investiert, sind an Auflagen gebunden, die dem Schutz und der Steigerung der Lebensqualität der Bewohnern dienen. Grund genug, dem Wiener Modell der Stadterneuerung, das international als vorbildlich gilt, und der Arbeit der Wiener Gebietsbetreuungen Stadterneuerung (GBstern), ohne die die "Sanfte Stadterneuerung" nicht denkbar wäre, eine eigene Ausstellung zu widmen.

"Wien ist heute im Bereich der Lebensqualität weltweit führend. Dazu hat auch die 'Sanfte Stadterneuerung' ganz wesentlich beigetragen. Denn das Flair historischer Viertel wurde erhalten und die Wohn- und Lebensqualität deutlich gesteigert. 'Sanfte Stadterneuerung' ist 'work in progress', entwickelt sich permanent weiter, ebenso wie sich die dynamische und attraktive Millionenmetropole Wien ständig verändert. In Wien ist es uns gelungen, ein vorbildliches Modell für die Stadterneuerung zu entwickeln und umzusetzen, das perfekt mit der Stadtentwicklung abgestimmt ist. Wien wächst qualitativ an 'beiden Enden' - sowohl im Bereich der Erneuerung von historischen Grätzeln als auch im Bereich der Entwicklung von neuen Stadtteilen. Umso mehr freut es mich, dass wir den Erfolgsweg der Wiener Stadterneuerung und die maßgebliche Arbeit der Gebietsbetreuungen nun im Rahmen einer Ausstellung im renommierten Ausstellungszentrum der Vienna Insurance Group einem breiten Publikum vorstellen können. Ich lade alle Wienerinnen und Wiener ganz herzlich dazu ein, die Ausstellung zu besuchen", so Wohnbaustadtrat Vizebürgermeister Dr. Michael Ludwig.

35 Jahre Wiener Gebietsbetreuungen
Mitte der 1970er Jahre zählte Wien 300.000 Substandardwohnungen. Ein Drittel der Bevölkerung lebte ohne eigenes Bad und WC. Heute ist diese Zahl auf etwa 50.000 Wohnungen gesunken, ohne dass historische Viertel wie in anderen Großstädten flächenhaft abgerissen wurden. Mit umfangreichen Sanierungsförderungen sowie der kontinuierlichen Beratung und Begleitung durch bürgernahe Gebietsbetreuungsbüros in den Gründerzeit-Bezirken gelang es, große Teile der überalterten Bausubstanz behutsam zu modernisieren, ohne die angestammte Bevölkerung dadurch zu verdrängen. Die Gebietsbetreuung Stadterneuerung arbeitet seit 35 Jahren dort, wo sich die Stadt in "Nahaufnahme" zeigt, wo also statistische Daten und planerische Leitideen zu konkreten, alltäglichen Erfahrungen werden.

Die sanften Wilden - Das Wiener Modell der Stadterneuerung
Fotograf: Thomas Preiss

In ihren Projektlokalen vor Ort bieten die GBstern in den Bezirken und Grätzeln ein umfassendes Informations- und Beratungsangebot zu Fragen des Wohnens, der Infrastruktur, der Stadterneuerung und ganz allgemein zum Zusammenleben in einem zunehmend multiethnischen Umfeld an. Über ihre Betreuungsfunktion hinaus werden sie aber auch von sich aus aktiv. Sie zeichnen sich durch interdisziplinäre Teams aus und besitzen ein umfangreiches Wissen über die grätzelbezogenen Bedürfnisse. Dadurch können sie wichtige Kriterien für die Wiener Stadterneuerung liefern, sowohl für das koordinierte Vorgehen auf gesamtstädtischer Ebene als auch für lokale Interventionen, bei denen die Gebietsbetreuungen selbst punktgenaue Projekte zur Stärkung der Wohn- und Lebensqualität entwickeln und initiieren. Diese breitgefächerten Dienstleistungen werden durch Vorträge und Veranstaltungen ergänzt, zudem wird der Dialog mit der Bevölkerung unterstützt und die lokale Kommunikation und Vernetzung gestärkt. Außerdem werden Stadtteilaktivitäten, Partizipations- und Pilotprojekte begleitet.

Die Inhalte der Ausstellung
Der interaktive Teil der Ausstellung wurde durch aktuelle Beiträge der Gebietsbetreuungen Stadterneuerung gestaltet, die sich aus folgenden Arbeitsfeldern zusammensetzen:

  • Bauliche Erneuerung (Sanierungsinitiativen Neu, Blocksanierung etc.)
  • Partizipation (Grätzelmanagement, Aktivierungsprojekte etc.)
  • Freiraum (z.B. Parkgestaltung)
  • Wirtschaft (Geschäftsstraßen, Lebendige Straßen)
  • Impulsprojekte (Kultur, Wissenschaftskooperationen etc.)

Entlang dieser Themen wurden "best practice" - Beispiele aus der Arbeit aller Wiener Gebietsbetreuungen Stadterneuerung - ausgewählt. Gleichzeitig wurden historische Grundlagen und herausragende Beispiele der Wiener Stadterneuerungspraxis der letzten 35 Jahre redaktionell in das Ausstellungskonzept eingearbeitet. Auch internationale Beispiele wurden integriert. Dabei fiel die Auswahl auf Projekte aus Berlin, Paris und Amsterdam, wobei die Beispiele Paris und Amsterdam aus jeweiligen Projektkooperationen zwischen Wien und den Partnerstädten entstanden sind.

Exkursionen
Begleitend zur Ausstellung werden, jeweils an Freitagen, Bustouren zu Wiener "best practice" Projekten der Gebietsbetreuung Stadterneuerung angeboten:

13.11.2009
Thema "Lokale Ökonomie", mit der Hauptvortragenden Architektin DIin Christiane Klerings

20.11.2009
Thema "Freiraum und Sanierung", mit dem Hauptvortragenden DI Markus Mondre

27.11.2009
Thema "Stadtteilmanagement", mit den Hauptvortragenden DIin Andrea Breitfuss und DIin Andrea Mann

Treffpunkt der kostenlosen Exkursionen ist beim Ringturm. Dauer ca. drei Stunden. Information und Anmeldung (unbedingt erforderlich) unter der Tel.: 01/24503-114 oder E-Mail: marketing@wohnservice-wien.at

Weitere Informationen:
Architekturzentrum Wien
Museumsplatz 1, im MQ • 1070 Wien
Tel.: 01 - 5 22 31 15
Fax: 01 - 5 22 31 17
eMail: office@azw.at
web: www.azw.at

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