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aut.raumproduktion.2

Mit der Ausstellung "Manuel Herz: Flüchtlingslager - Idealstädte in Staub und Schmutz" ist die erste Bespielung sämtlicher Räume des aut im Rahmen der über das ganze Jahr 2010 gezeigten Ausstellungsreihe aut.raumproduktion (bauinfo24.at berichtet) abgeschlossen.

heimkehren puffern überleben verstetigen - Eine Ausstellung im Rahmen der von raumtaktik kuratierten aut.raumproduktion

Ausstellung: 19. Februar bis 12. Juni 2010
Eröffnung: Donnerstag, 18. Februar 2010, 19:00 Uhr
Einführende Worte: Matthias Böttger, raumtaktik
Vortrag: Manuel Herz "Flüchtlingslager sind die direkteste Umsetzung von Politik in Raum. Wer trägt die Verantwortung?", 18. Februar 2010, 19.00 Uhr

Bild: Manuel Herz

[verstetigen] - etwas Temporäres, Vorübergehendes festhalten, eine eigentlich nur kurzfristig gedachte Maßnahme dauerhaft machen, frisch entstandene Verhältnisse festigen, neue Entwicklungen konsolidieren, ungewisse und weiche Strukturen stabilisieren. Menschen auf der Flucht schlagen, wenn sie lange nicht zurückkehren können, an neuen Orten Wurzeln. In fremden Ländern und Städten passen sie sich an die lokalen Gegebenheiten an und bringen gleichzeitig ihre Kultur ein. Die Gemeinschaften entwickeln sich fort und stellen die Basis für die nächste Erweiterung dar, sofern sie auf fruchtbaren Boden gefallen sind, auf eine offene Gesellschaft treffen. Oft finden Flüchtlinge aber abweisende oder gar feindliche Bedingungen vor. Wenn die neue Gemeinschaft also auf ödem Sand gebaut wird, bedeutet ein Verstetigen das Konservieren von Unmenschlichkeit. Solche Orte der Exklusion, Ghettos, Lager, soziale Brennpunkte, abgehängte Regionen müssen verflüssigt werden, anstatt sie in ihrer Hoffnungslosigkeit erstarren zu lassen.

Mit der Ausstellung "Manuel Herz: Flüchtlingslager - Idealstädte in Staub und Schmutz" ist die erste Bespielung sämtlicher Räume des aut im Rahmen der über das ganze Jahr 2010 gezeigten Ausstellugnsreihe aut.raumproduktion abgeschlossen. verstetigen ergänzt die erste Verbenreihe, die neue Ausstellung lässt die seit Januar gezeigten in neuem Licht erscheinen.

Vortrag Manuel Herz: Flüchtlingslager sind die direkteste Umsetzung von Politik in Raum. Wer trägt die Verantwortung?
Flüchtlingslager sind für den Architekten und Theoretiker Manuel Herz die vermutlich direkteste Umsetzung von Politik in Raum. Temporär gedacht, bleiben die vorwiegend nach ein und demselben Modell der UNHCR gebauten Strukturen oft lange bestehen und entwickeln sich zu quasi-urbanen Zentren ohne mit der richtigen Infrastruktur und sozialen Konsistenz ausgestattet zu sein. Herz setzt sich mit den Auswirkungen dieser bedenklichen Planungsstrategie auseinander und hinterfragt dabei die Rolle des Architekten und Planers.

Weitere Informationen:
aut. architektur und tirol
Lois-Welzenbacher Platz 1 • 6020 Innsbruck
Tel.: 05 12 - 57 15 67
Fax: 05 12 - 57 15 67-12
eMail: architektur@aut.cc 
web: www.aut.cc

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