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Ausstellungen

aut.raumproduktion

aneignen.mitnehmen.überbauen.   ausstrahlen

Juli bis Oktober 2010

Bereits neun Positionen wurden im Rahmen der von raumtaktik im aut in Innsbruck kuratierten aut.raumproduktion in diesem Jahr gezeigt, im Sommer reflektieren vier weitere Raumbespielungen die heutigen gesellschaftlichen Bedingungen der Raumproduktion. (bauinfo24.at berichtet)

aneignen - bis 11. September 2010, raumlaborberlin: make it take it. "Küchenmonument" Mathildelaan, Endhoven (NL), im Rahmen des "GLOW - Forum of Light in Art and Architecture", 2008

Die neuen Positionen handeln von Individualisierung, Adaption und Repräsentation in einer bestehenden gelebten Umwelt. Im raumlaborberlin darf jeder Besucher als Hommage an die bierbrauende Vergangenheit des Adambräu eine Biergarnitur zusammenbauen, sie sich individuell aneignen und mitnehmen. Make It, Take It.

Die mobilen Moscheen von Azra Aksamija sind aus Kleidungsstücken entfaltete Gebetsunterlagen. Sie deterritorialisieren religiöse Handlungen und verhandeln durch diese Räume zum Mitnehmen die Lage einer Minderheit in der Mehrheitsgesellschaft neu.

In Dura Lex Ecclesiae dokumentiert Duo van der Mixt wie in Rumänien alte, vernachlässigte katholische Kirchen von gigantischen orthodoxen Kirchen überbaut werden, um sie dann unter Umgehung des kirchenrechtlichen Verbots als Möbel im Innenraum abzureißen. Überbaut werden auch die von Dubravka Sekulic untersuchten russischen Pavillons in Belgrad. Aus individuellen, privaten Ausbauten ist dort eine systematische, ungenehmigte Bautätigkeit entstanden, die heute das Bild der Stadt prägt.

Wann, wo und wie gebaut wird ist immer auch ein politischer Akt. Friedrich von Borries, Matthias Böttger und Florian Heilmeyer zeigen in "Fernsehtürme: 8559 Meter Architektur und Politik" Souvenirs und Alltagsadaptionen von 25 Fernsehtürmen in aller Welt. An keinem Gebäudetyp des 20. Jahrhunderts lässt sich so gut die jeweilige politische Lage ablesen. Fernsehtürme versuchen immer etwas Neues, Mächtiges, Zukunftweisendes auszustrahlen.

Bau der Lehmwand im aut durch Mischa Engele und SchülerInnen des BORG Innsbruck / Bildnachweis: © aut

machen (bauinfo24.at berichtet)
bis 4. September 2010
Diébédo Francis Kéré: Nachhaltige Architektur für Afrika

Basierend auf der konkreten Situation vor Ort, unter Verwendung lokal verfügbarer Baumaterialen und in Zusammenarbeit mit den Menschen realisiert der aus Burkina Faso stammende Architekt Diébédo Francis Kéré ökonomisch, ökologisch und gesellschaftlich nachhaltigen Projekte. Ein kleines Schulhaus in seinem Heimatdorf Gando genauso wie das derzeit medial viel beachtete, von Christoph Schlingensief initiierte, Projekt eines "Festspieldorfs" für Afrika. Im aut wurde eine "Innsbrucker" Lehmwand im Stil von Diébédo Franics Kéré von Monika Abendstein, Mischa Engele und seinen SchülerInnen realisiert, oder wie Kéré sagt einfach gemacht.

aneignen
bis 11. September 2010
raumlaborberlin: make it take it

raumlaborberlin sehen und nutzen die Stadt als Ort der Möglichkeiten. Sie schaffen selten Gebäude, die für die Ewigkeit gedacht sind, sondern vielmehr Arbeiten in einem erweiterten Architektur-Kontext. Im aut darf jeder Besucher als Hommage an die bierbrauende Vergangenheit des Adambräu eine Biergarnitur zusammenbauen, sie sich individuell aneignen und mitnehmen. Make It, Take It.

Azra Aksamija, "Flocking Mosque" / Bildnachweis: © Azra Aksamija

mitnehmen
16. Juli bis 11. September 2010
Azra Aksamija: Flocking Mosque
Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 15. Juli 2010, 20.00 Uhr

Die religiösen Vorgaben respektierend zielen Azra Aksamijas Arbeiten darauf ab, traditionelle Formen und Funktionen der Moscheen in einem zeitgenössischen Kontext zu hinterfragen und dabei einen konstruktiven interkulturellen Dialog zu fördern. Ihre mobilen Moscheen sind aus Kleidungsstücken entfaltete Gebetsunterlagen. Sie deterritorialisieren religiöse Handlungen und verhandeln durch diese Räume zum Mitnehmen die Lage einer Minderheit in der Mehrheitsgesellschaft neu.

Dubravka Sekulic, Russian Pavilions, 2004 / Bildnachweis: © Dubravka Sekulic

überbauen
16. Juli bis 16. Oktober 2010
Dubravka Sekulic: Don't Stare so Romantically! - Überbauung in Belgrad
Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 15. Juli 2010, 20.00 Uhr

Dubravka Sekulic beschäftigt sich insbesonders mit der Transformation der Stadt und des Stadtraums und dessen Auswirkungen auf den öffentlichen und privaten Raum. "Don't Stare so Romantically!" widmet sich u. a. der Überbauung der russischen Pavillons in Belgrad. Aus individuellen, privaten Ausbauten ist dort eine systematische, ungenehmigte Bautätigkeit entstanden, die heute das Bild der Stadt prägt.

Ungheni, Kreis Mures, Rumänien / Bildnachweis: © Duo van der Mixt

überbauen
16. Juli bis 16. Oktober 2010
Duo van der Mixt: Dura Lex Ecclesiae
Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 15. Juli 2010, 20.00 Uhr

Duo van der Mixt arbeiten in erster Linie mit dem Medium der Fotografie und widmen sich darin dem nach dem Zusammenbruch des Warschauer Pakts wiedergekehrten nationalistischen Diskurs in ihrem Heimatland Rumänien. In Dura Lex Ecclesiae dokumentieren sie, wie in Rumänien alte, vernachlässigte katholische Kirchen von gigantischen orthodoxen Kirchen überbaut werden, um sie dann unter Umgehung des kirchenrechtlichen Verbots als Möbel im Innenraum abzureißen.

Turmrudel (Berlin, Shanghai, Stuttgart, Tokio) / Bildnachweis: © Benjamin Kasten

ausstrahlen
16. Juli bis 18. September 2010
von Borries Böttger Heilmeyer: Fernsehtürme - 8559 m Architektur und Politik
Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 15. Juli 2010, 20.00 Uhr

Wann, wo und wie gebaut wird ist immer auch ein politischer Akt. Friedrich von Borries, Matthias Böttger und Florian Heilmeyer zeigen in "Fernsehtürme: 8559 Meter Architektur und Politik", Souvenirs und Alltagsadaptionen von 25 Fernsehtürmen in aller Welt. An keinem Gebäudetyp des 20. Jahrhunderts lässt sich so gut die jeweilige politische Lage ablesen. Fernsehtürme versuchen immer etwas Neues, Mächtiges, Zukunftweisendes auszustrahlen.

Weitere Informationen:
aut. architektur und tirol
Lois-Welzenbacher Platz 1 • 6020 Innsbruck
Tel.: 05 12 - 57 15 67
Fax: 05 12 - 57 15 67-12
eMail: architektur@aut.cc
web: www.aut.cc

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