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Ausstellungen
Glenn Murcutt. architecture for placeEine Ausstellung der Architecture Foundation Australia in Zusammenarbeit mit dem Architekturzentrum Wien Ausstellung: 10. November 2011 - 13. Februar 2012 Glenn Murcutt, Pritzker-Preisträger (2002) und Australiens international bekanntester und bedeutendster Architekt, zeichnet sich durch eine künstlerisch eigenständige Position aus, die sich jedem Mainstream konsequent verweigert. Murcutt hat ein kleines Privatatelier und sieht für seine Vision und Realisierung der Architektur keine Notwendigkeit, sich Computer und neuer Medien zu bedienen. Er zeichnet und baut - zukunftsweisend und anachronistisch zugleich - ganz allein ein Haus nach dem anderen, und so sind in den letzten 40 Jahren dennoch mehr als 500 Bauten entstanden, alle in Australien, fast ausschließlich Wohnhäuser und bis auf wenige Ausnahmen von ihm alleine entworfen, geplant und unter seiner Aufsicht umgesetzt. Die Ausstellung konzentriert sich auf die wesentlichen Elemente seines Werkes und erschließt diese vor allem auch über die Technik seiner Zeichnungen, die für ihn ein essentielles Instrumentarium der Entdeckung darstellen. "Architektur bereitet die fantastische Möglichkeit des Entdeckens… es ist wie die Arbeit des Wissenschaftlers, der zwar die Antwort noch nicht kennt, dafür aber den Weg dorthin… Das ist es, was mich antreibt, die Lust, den Weg der Entdeckung zu beschreiten." Murcutt liest die Landschaft gleich wie einen Text - und alle Informationen, die er aus diesem landschaftlichen Text gewinnt, fließen in seinen Entwurfsprozess ein und werden zu Gebäuden, welche die positiven Qualitäten der natürlichen Umgebung in das tägliche Leben der Bewohner einbezieht. Murcutts spezifische Position bei der Entwicklung der Moderne ist durch einen starken Bezug zu traditionellen Bauweisen unter Einsatz lokaler Materialien charakterisiert, die Form ist dabei klimatisch und architektonisch optimiert und wird mit intelligenten Details umgesetzt. Die Häuser wirken geradezu "montiert", die einzelnen Bauteile sind im Hinblick auf zukünftige Demontage und Wiederverwendung miteinander verbunden. Gebäude mit minimaler Auswirkung auf die Umwelt zu realisieren, stellt für ihn die eigentliche kreative Arbeit dar. Durch diese Konzentration auf einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt waren seine Bauten dem heutigen internationalen Trend zur Nachhaltigkeit in der zeitgenössischen Architektur immer schon voraus. Zur Ausstellung Zur Person Glenn Murcutt Rahmenprogramm zur Ausstellung Studio Visits Fr, 18.11.2011, 14.00 Uhr Treff Az W Shop
Werkvortrag Fr, 18.11.2011, 19 Uhr, Podium Az W Eine gleichwertige Relation zwischen ökonomischem Bauen, Kreativität und Anpassung an die örtlichen Gegebenheiten bildet das architektonische Leitmotiv Peter Stutchburys, der neben Glenn Murcutt einer der sechs Gründungsmitglieder der Architecture Foundation Australia ist. Der Schwerpunkt im Werk Stutchburys ist die Auseinandersetzung mit der Lebensweise der indigenen Bevölkerung, die er in Australien, Afrika und Asien erforschte. Die in dieser Zeit realisierten Bauten wie das "Israel House", die "New Design Faculty and Art Gallery/Universität Newcastle" sowie einige Wohnhäuser sind Ergebnisse seiner Studienreisen. Seit 1981 ist Stutchbury weltweit an diversen Universitäten als Professor für Architektur und Design tätig. Er selbst bezeichnet Gebäude als "Räume der Bildung, als die Brücke zwischen einem Spaziergang in der Wildnis und einer Wanderung durch die Gedankenwelt". In seinem Werkvortrag präsentiert Peter Stutchbury ein Verständnis von Architektur, welches Bauen und Natur in harmonischen Einklang bringt. Im Rahmen der Ausstellung werden Fixführungen angeboten: Weitere Informationen: |