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Energie, Haustechnik
Wärmepumpen"Lasst endlich Fakten sprechen!"![]() Nur systemoptimierte und fachgerecht eingebaute Elektro-Wärmepumpen können beim Klimaschutz mit fossilen Heizsystemen konkurrieren / Bilder: Lokale-Agenda-21-Gruppe Energie, Lahr Auf der einen Seite stehen die Hersteller, unterstützt von Energieversorgern: Neben einer durchaus vorhandenen differenzierten Betrachtungsweise stechen immer wieder Aussagen hervor, die Wärmepumpen als Allheilmittel gegen steigende Öl- und Gaspreise anpreisen. Kein Unterschied zwischen Neubau und Sanierung oder zwischen Luft- und Erdwärmepumpen - was zählt, ist das Schlagwort. Auf der anderen Seite stehen die kritischen Vertreter von Umweltverbänden oder auch Handwerker, die sich zwar häufig ebenso differenziert äußern, sich oft genug aber in puren Anti-Strom-Polemiken ergehen oder beim genauen Hinsehen rasch der Holzpellets-Lobby zuzuordnen sind. Dem Verbraucher, der vor schwierigen und oft teuren Entscheidungen zur Zukunft seiner Heizungsanlage steht, nützt das ganze Geschrei am wenigsten. Ergebnis übertriebener Wärmepumpen-Euphorie sind eingebaute Anlagen, die nach der ersten Strom-Jahresabrechnung zum bösen Erwachen geführt haben. Schon droht die Gefahr, dass die gesamte Technologie in Misskredit gerät. Doch Besserung in Sachen objektiver Information ist in Sicht. Das liegt schlicht daran, dass nun zahlreiche Anlagen einige Heizperioden hinter sich haben. Labor-Messwerte werden von echten Kennzahlen abgelöst, der Verkauf erfolgt nicht mehr nur "aus dem Prospekt heraus", sondern muss sich der negativen wie positiven Mundpropaganda stellen. Auch auf Seiten der Handwerkerschaft wird sich damit die Spreu vom Weizen trennen. CO2-Kennzahl für Wärmepumpen Der Mittelwert für den deutschen Strom-Mix beträgt laut Umweltbundesamt 562 g/kWh. Dem Einwand, die überhöhten Laborwerte einer Wärmepumpe würden in der Realität nicht annähernd erreicht, begegnen die Befürworter der CO2-Kennzeichnung mit einer einfachen Rechnung: Selbst Wärmepumpen mit einer schlechten Leistungszahl von nur 2,5 würden nach dieser Berechnung geringe CO2-Emissionen aufweisen. Mit der Erhöhung regenerativer Anteile am Strom-Mix und der Verbesserung der Kraftwerks-Wirkungsgrade sei zukünftig sogar von einer noch besseren Bilanz auszugehen. ![]() Wärmepumpen-Tester unterwegs: Am separaten Strom- sowie am Wärmemengenzähler werden die monatlichen Messwerte abgelesen. Zweijähriger Feldtest Den unabhängig arbeitenden Energieexperten ist gewiss keine Nähe zur Hersteller-Lobby vorzuwerfen - insofern sind die zum Teil ausgesprochen positiven Bewertungen ebenso ernst zu nehmen wie die unverblümt geäußerte Kritik: Erdreich-Wärmepumpen tragen deutlich zum Klimaschutz bei, während Luft-Wärmepumpen zum größten Teil durchgefallen sind. Fazit der Studie: Nur systemoptimierte und fachgerecht eingebaute Elektro-Wärmepumpen - in erster Linie Erdreich-Wärmepumpen - können bezüglich des Klimaschutzes mit fossilen Heizsystemen konkurrieren. Autor: Stefan Kriz Weitere Informationen: |