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Architektenwettbewerb zum Hotel am Olympiapark, München

Jury vergibt zwei erste Plätze

Entwurf Hotel am Olympiapark, Delugan Meissl Associated Architects, Wien
© ECE

Zwei vom Ansatz her ähnliche Entwürfe haben die Jury des Architektenwettbewerbes zum Hotel am Olympiapark neben der BMW-Welt überzeugt: Die Fach- und Sachpreisrichter vergaben zwei erste Plätze für die Entwürfe der Büros André Poitiers aus Hamburg und Delugan Meissl Associated Architects aus Wien. Ein dritter Preis ging an ATP Achammer Tritthart Partner aus Innsbruck.

Den Erstplatzierten gelang die an dieser Stelle entscheidende Einbindung des Baukörpers in das städtebauliche Umfeld am Rande des Olympiaparks am besten, ebenso eignen sich die architektonische Qualität gut für den Hotelbetrieb und erfüllt auch grundlegende wirtschaftliche Kriterien. Zusätzlich war die Herausforderung, die heute als unbefriedigend empfundene Situation im Bereich des Bus- und U-Bahnhofs „Olympiazentrum“ neu zu gestalten und in das Ensemble aus Olympiapark, olympisches Dorf und BMW-Welt zu integrieren.

Alle Finalisten nutzten die Chance, den Park zukünftig über das beplante Gelände bis an die Lerchenauer Straße zu führen und damit im Stadtbild besser zu annoncieren. Somit schaffen die erstplatzierten Entwürfe zusätzliche Grünflächen auf dem heute vollständig versiegelten Wettbewerbsgelände.

Die beiden Sieger-Teams haben jetzt voraussichtlich bis Ende Februar Zeit, ihre Entwürfe zu überarbeiten. Insbesondere die Fassadenentwürfe weiter zu detaillieren, ebenso sind die Formensprache und Dimensionierung der kleineren Nebengebäude für die U-Bahn-Eingänge und den verkleinerten Busbahnhof zu optimieren und die Grünraumplanung weiter zu verfeinern.

Ausgelobt wurde der Architektenwettbewerb von der Hamburger ECE in enger Abstimmung mit der Landeshauptstadt München. Positive Voten der Stadtgestaltungskommission und ein Grundsatz- und Eckdatenbeschluss der Stadt waren Grundlage des Wettbewerbs.

Um eine in diesem sensiblen Bereich möglichst Flächen schonende Bebauung zu ermöglichen, wurde ein städtebauliches Konzept entwickelt, das sich an der Höhenentwicklung der direkten Nachbarschaft orientiert. Durch seine Ausformung wird die Eingangssituation des Olympiaparks an dieser Stelle neu gestaltet und die verkehrliche Nutzung sowie die Fußgängerwege mit dem Hotelbetrieb vereint. Die beiden Siegerentwürfe sehen eine maximale Gebäudehöhe von bis zu 70 m und eine Bruttogeschossfläche von 20.000 bzw. 21.000 m² vor. Ein- bis zweigeschossige Pavillons am Rande der Straße bilden jeweils neue attraktive Überdachungen der nördlichen und südlichen U-Bahneingänge. Aus jeweils markanten Sockelbereichen ragt der geplante Hotelturm hervor, der als Solitär den Eingang zum Olympiapark an dieser Stelle markiert. Die Räume um die jeweiligen Hoteltürme bleiben als öffentlicher Raum wahrnehmbar und erlebbar. Für die Anwohner des benachbarten Olympiadorfes werden wichtige Nutzungen wie z. B. Kiosk, Blumenladen, Zeitungsshop und komfortable Fahrradstellplätze witterungsgeschützt integriert.

Nach einer Vorauswahl unter 60 Bewerbern hatten sich 18 Architektenteams an dem anfangs anonymen Wettbewerb beteiligt. Fünf Entwürfe schafften es als Finalisten in die Endrunde.

Den Juryvorsitz hatte Prof. Peter P. Schweger (Schweger Assoziierte GmbH, Hamburg) übernommen. Zu den Fachpreisrichtern zählten unter anderem Kaspar Kraemer (Präsident Bund Deutscher Architekten), Prof. Ulrike Lauber (Architekturbüro Lauber + Zottmann München) sowie Prof. Uwe Kiessler (Kiess-ler+Partner Architekten GmbH, München). Sachpreisrichter waren unter anderem Vertreter von BMW sowie der Stadtratsfraktionen von SPD, CSU und Bündnis 90 / Die Grünen und des Bezirksausschusses.

Die beiden Sieger erhalten nun ein Preisgeld von je 27.500 Euro, der Drittplatzierte erhält 15.000 Euro.

Weitere Informationen:
ECE Projektmanagement GmbH & Co. KG
Heegbarg 30 • 22391 Hamburg
Tel.: 0 40 - 60 60 60
Fax: 0 40 - 60 60 6-62 30
eMail: info@ece.de
web: www.ece.de

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