
1. Preis: Landscape-Niwatan, Japan: mori x hako, Fukuyama / Foto: Teruyo Nishiya
Der Garten als Ort der Innovation, als zeitgenössische Verknüpfung von
Architektur, Ökologie und Landschaft ist das Thema des internationalen
Wettbewerbs best private plots 10 - Die besten Gärten 2010. Der Preis zeichnet
beispielhafte Leistungen in der Gestaltung nachhaltiger privater Freiräume aus,
die in den letzten zehn Jahren realisiert wurden, und ist mit 15.000 Euro
dotiert. Von 72 Einreichungen aus 22 Ländern und vier Kontinenten nominierte die
fünfköpfige international besetzte Fachjury aus der Landschaftsarchitektur 28
Projekte. Aus dem Finale gingen drei Preisträger und zwei lobende Erwähnungen
hervor, die der niederösterreichische Landeshauptmann-Stellvertreter Wolfgang
Sobotka bei der feierlichen Preisverleihung am 25. September 2010 der
Öffentlichkeit präsentierte:
1. Preis: Landscape-Niwatan, Japan: mori x hako, Fukuyama
Dieser Kleinstgarten inmitten von Häusern, in einer dicht verbauten Stadt,
verbindet Natur und Architektur. Er wurde in einem Wechselspiel zwischen
Architektur und Landschaftsarchitektur geschaffen. Der Garten überrascht beim
Betreten des Hauses und ist in allen Stockwerken wahrnehmbar: ein schmaler
Dschungel, der positive Emotionen hervorruft. Das Projekt ist vorbildhaft für
die Gestaltung qualitätvoller Freiräume trotz extremer räumlicher
Beschränktheit.

Foto: Augusto Calonder
2. Preis: Calonder Landscape Architects, Switzerland: Le Very, Ecoteaux
Der Garten reagiert sensibel und ehrlich auf die bäuerliche Geschichte des
Gehöfts und der Landschaft. Er zeigt dennoch neue Gestaltungselemente und
erfüllt die Anforderungen an eine andere, zeitgenössische Lebensform. Er öffnet
sich zur Umgebung und schafft differenzierte Räume für unterschiedliche
Nutzungen.

Foto: Vicky Sambunaris
3. Preis: Andrea Cochran Landscape Architecture, USA: Stone Edge Farm, Sonoma
Valley
Der Garten besticht durch seine Atmosphäre, die schönen Farben und Materialien
und durch seine gestalterisch und handwerklich perfekte Ausführung. Die
Komposition schafft eine Abfolge interessanter Räume und integriert die
Architektur in die Landschaft, die gleichsam in den Garten hereingeholt wird.
Lobende Erwähnungen
wirbel institut für feministische forschung und praxis, Österreich: Nachbarschaftsgarten Roda-Roda-Gasse, Wien
Ein Beispiel für gemeinsames Gärtnern, ein soziales Projekt, das zukunftsweisend
sein kann. Sich bei "community gardens" gestalterisch einzubringen und auch für
die ökologische Nachhaltigkeit Sorge zu tragen - das wäre ein Aufgabenfeld für
Landschaftsarchitekten.
Swift Company, USA: Stone Quarry Bay Point House, Montana, USA
Dieser Garten sieht so aus, als wäre er nicht gestaltet. Sein Konzept ist es,
den Respekt für die natürliche Umgebung an erste Stelle zu setzen und das Haus
unaufdringlich in die Landschaft eintauchen zu lassen.
Die Kriterien
Bewertet wurden die Gestaltungsidee, die künstlerische und konzeptuelle
Qualität, innovative Pflanzenund Materialverwendung, die Berücksichtigung
ökologischer Zusammenhänge ebenso wie die individuelle Nutzungsvielfalt und
Funktionalität.
Ausstellung
Die 28 von der Fachjury für den Preis nominierten Projekte sind im Loisium in
einer Ausstellung zu sehen, die noch bis zum 5. November 2010 läuft.
Katalog
Auch im zweisprachigen Katalog best private plots 10 - Die besten Gärten 2010:
Internationale Beispiele zu Gartenarchitektur sind die 28 nominierten Projekte
porträtiert, die Publikation enthält ebenfalls Essays aller Jurymitglieder und
Symposiums-Referenten. Katalogbestellung unter
www.privateplots.at/katalog.html.
Weitere Informationen:
Team private plots
Seidengasse 13/3 • 1070 Wien
Tel.: 01 - 5 95 45 49
eMail: info@privateplots.at
web: www.privateplots.at