Rekordbeteiligung bei erstmaliger europaweiter Ausschreibung

Sieger des Deutschen Naturstein-Preises 2011: Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrums der Humboldt-Universität zu Berlin von Max Dudler. Foto: Stefan Müller, Berlin
Der Deutsche Naturwerkstein-Verband e. V. (DNV) vergibt den Preis alle zwei Jahre in Zusammenarbeit mit dem Bund Deutscher Architekten (BDA). Der Deutsche
Naturstein-Preis stellt Naturstein als einen Baustoff in den Vordergrund, der
hinsichtlich der Rücksichtnahme auf Umwelt, Nachhaltigkeit und Energieeffizienz vorbildlich ist.
Der mit insgesamt 30.000 Euro dotierte Architekturpreis wurde 2011 erstmals
europaweit ausgeschrieben und erhielt den Untertitel "European Architecture+ Stone". Die Jury unter Vorsitz von BDA-Präsident Michael Frielinghaus zeichnet Baukonzepte in Europa aus, die beispielhaft für eine hohe architektonische
Qualität, eine technisch-innovative Anwendung und eine wirtschaftliche
Konstruktion aus Naturstein stehen. Prämiert wurde die vorbildliche Gestaltung und technisch zeitgemäße Konstruktion von Projekten in Europa unter maßgeblicher Verwendung von Naturstein aus Europa ausgeführt von Naturstein-Fachbetrieben.
Aus den fast 90 eingereichten Projekten, davon 20 aus dem europäischen Ausland, wählte die Jury zwölf herausragende Baukonzepte aus, die beispielhaft
für eine hohe architektonische Qualität, eine energetische Optimierung und eine
wirtschaftliche Konstruktion stehen. Gewürdigt wurden herausragende
Planungsleistungen, die ästhetisch anspruchsvolle, innovative und ökologische Lösungen aufweisen.

Siegerobjekt: Innenraum des Jakob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrums. Foto: Stefan Müller, Berlin
"Der von Max Dudler geplante Neubau der Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Bibliothek in Berlin besticht", so die Begründung der Jury, "zunächst durch seine körperliche
Präsenz im Stadtraum". Die enorme Kubatur des Gebäudes werde wohltuend strukturiert, geschichtet und gegliedert: Der Bau mit seiner Wucht und zugleich Feingliedrigkeit werde nicht zuletzt durch die differenzierte Fassade aus Naturstein veredelt, heißt es weiter. Die Fassadenstützen des Baus sind aus in
gelblich gebändertem Jurakalkstein gefertigt, der im Farbton mit den Gebäuden
des zentralen Bereiches von Berlin korrespondiert. Das an den Steinoberflächen verwendete Hochdruck-Wasserstrahlverfahren hebt die natürliche Steinstruktur hervor.
Mit Besonderen Anerkennungen zeichnete die Jury die Architekten Thomas Müller Ivan Reimann Architekten, Berlin für das Fakultätsgebäude für Recht und Wirtschaft, Frankfurt/Main, Pablo Horvárthm CH-Chur, für das Mehrfamilienhaus
Hans-Jürg Buff, CH-St. Moritz, Christoph Mäckler Architekten, Frankfurt/Main für den OpernTurm, Frankfurt/Main, Beniamino Servino für ein Zweifamilienhaus in I-Pozzovetere,
Caserta und Hans Kollhoff Architekten, Berlin für das Gebäude Dominium, Köln
aus. Daneben vergab die Jury fünf Lobende Erwähnungen: Max Dudler, Berlin, IBM
Headquarter, Zürich; Kleihues+Kleihues, Berlin, Kaufhaus Königsallee, Düsseldorf und House of Finance, Campus Westend, Frankfurt/Main; Titus Bernhard Architekten, Augsburg, Haus M. Grünwald bei München; Kaspar Kraemer Architekten,
Köln, Neubau eines Zugangsbauwerkes zum Südturm Hohe Domkirche, Köln. Zusätzlich
wurde ein Sonderpreis für Gestaltungen im Öffentlichen Raum ausgesprochen:
Diesen Sonderpreis erhielten Terra.nova, Landschaftsarchitektur, München für die Gestaltung des Marktplatzes in Schmalkalden.
Weitere Informationen:
Deutscher Naturwerkstein-Verband e. V.
Reiner Krug/Beate Ullrich
Sanderstraße 4 • D-97070 Würzburg
Tel.: +49/9 31 - 1 20 61
Fax: +49/9 31 - 1 45 49
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