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Häuser des Jahres 2011

Ruinelli Associati Architetti aus Soglio (CH) heißt der erste Preisträger des Awards Häuser des Jahres. Auszeichnungen erhielten: amunt - architekten, martenson und nagel - theissen (Stuttgart); Schneider & Schneider Architekten (Aarau); Axel Steudel (Köln).
vlnr: Axel Steudel (Auszeichnung), Jan Theissen und Sonja Nagel von amunt architekten (Auszeichung), Thomas und Beat Schneider (Auszeichnung); Armando Ruinelli (1. Preis), Thomas Blöchliger und Michael Jung von Schneider & Schneider Architekten

Erstmalig lobte der Callwey Verlag in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Architektur Museum den Wettbewerb "Häuser des Jahres - die besten Einfamilienhäuser" für Deutschland, Österreich und der Schweiz aus. Die überzeugend besetzte Jury erkor im April 2011 aus gut 200 Einreichungen 50 Projekte. Dabei wurde Wert auf Nachhaltigkeit, innovativen Einsatz von Materialien, kreativen Umgang mit der baulichen Situation und auf konsequente Ausführung gelegt. Bei der Preisverleihung Ende September in Frankfurt wurden ein 1. Preis, drei Auszeichnungen sowie 15 Anerkennungen vergeben.

Ruinelli Associati Architetti, Umbau eines Stalls zu einem Wohnhaus, Soglio, Graubünden. © Ruinelli Associati Architetti

Den mit 10.000 Euro dotierten ersten Preis belegen die Architekten Ruinelli Associati. Diese bauten einen Stall in Soglio, Graubünden, zu einem Wohnhaus um. Das Besondere dabei ist, dass die alte Scheune bestehen blieb und man sich beim Ausbau an den ursprünglich genutzten Materialien wie Stampfbeton oder unbehauenen Steinen orientierte. Das Ziel der Architekten: Das Äußere des ehemaligen Stalls nicht verändern, sondern seine Ursprünglichkeit beibehalten. Das Haus ist so authentisch, dass die Jury sich einhellig begeistert zeigte. Vor allem weil es Alt und Neu vermenge, anstatt Kontraste zu betonen. Dieser Mix macht den einzigartigen Charme dieses alpinen Wohnhauses aus.

Eine Auszeichnung erhielt ein Einfamilienhaus nach traditionellem Vorbild von Axel Steudel. Das Haus am Rande eines Kölner Neubaugebiets bestach durch sein fortschrittliches Energiekonzept und die solide Bauweise.

amunt – architekten martenson und nagel . theissen, Passivhaus in Tübingen. © amunt

Ebenso ausgezeichnet wurde ein Passivhaus der Architekten Björn Martenson, Sonja Nagel und Jan Theissen. Die Jury bezeichnete dieses ungewöhnliche Haus, das in Tübingen steht, als "sperrig und ästhetisch unbequem", außerdem sei "seine Wirkung mysteriös". Das Haus fügt sich perfekt in seine Umgebung ein und macht neugierig auf das, was darin vorgeht.

Das dritte ausgezeichnete Haus erbauten Schneider & Schneider Architekten. Es ist ein Wohnhaus mit Pferdestallungen in Mittelland. Die Jury lobte den Entwurf als gelungene Verbindung der verschiedenen Nutzungen: des Wohnens und der Pferdehaltung. So kann man zum Beispiel durch die höhere Lage des Wohnbereichs die Pferde betrachten.

Die Jury setzte sich zusammen aus: Peter Cachola Schmal (Direktor des DAM, Vorsitzender der Jury); Wolfgang Bachmann (Herausgeber Baumeister - Zeitschrift für Architektur); Sebastian Finckh (Architekt im Büro J. Mayer H.); Thomas Kaczmarek (Geschäftsführer InformationsZentrum Beton); Paul Kahlfeldt (Architekt und Professor der TU Dortmund); Gerhard Matzig (Journalist, Kritiker und Buchautor).

Das Ergebnis des Wettbewerbs dokumentiert das Buch von Gerhard Matzig und Wolfgang Bachmann "Häuser des Jahres - Die besten Einfamilienhäuser". Das Buch präsentiert diese 50 besten Häuser- mit zahlreichen Fotos, Lage- und Architektenplänen und aussagekräftigen Projektbeschreibungen aus der Feder von Wolfgang Bachmann, Herausgeber des Architektur-Magazins Baumeister. Und Gerhard Matzig, Jury-Mitglied, steuert "Eine Art Vorwort" bei.

Weitere Informationen:
Deutsches Architekturmuseum DAM
Schaumainkai 43 • D-60596 Frankfurt am Main
Tel.: +49/69- 21 23 88 44
Fax: +49/69 - 21 23 77 21
eMail: info.dam@stadt-frankfurt.de
web: www.dam-online.de

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