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ATP Sieger im Ideenwettbewerb

ATP Architekten und Ingenieure gewann den Ideenwettbewerb für ein Wellness Lifestyle Resort unmittelbar am Michael-Ende-Kurpark von Garmisch-Partenkirchen, DE

Auslober: fh-concept GmbH, Garmisch-Partenkirchen, DE
1. Preis: ATP Architekten und Ingenieure, Innsbruck, AT
2. Preis: DBLB PlanungsgesmbH, München, DE
3. Preis: Architekturbüro Peter Höldrich, Gräfelfing, DE

Die Hotellerie in Garmisch Partenkirchen ist in die Jahre gekommen. Neue Trends entstehen in der Nachbarschaft, und der Boden für die Platzierung neuer Hotelkonzepte in der urbanen Umgebung von Garmisch ist bereitet. Ende 2011 wurde der Ideenwettbewerb für ein neues 4-Sterne-Hotel direkt am Kurpark von Garmisch-Partenkirchen, DE, entschieden.

Der Jury gehörten an:
Fachpreisgericht: Christoph Albl, Ecko Eichler, Markus Gehrle-Neff, Jan Hehenberger, Dieter Koppe (Vorsitzender), Georg Kuba, Jörg Hahn (Vertr.)
Sachpreisgericht: Franz Hummel, Prof. Axel Gruner, Hannes Krätz, Alois Maderspacher, Dr. Sigrid Meierhofer, Peter Nagel, Peter Schliederer, Prof. Burkhard von Freyberg

ATP Architekten und Ingenieure wurde aufgefordert, das Konzept des Ideenwettbewerbes für die anstehenden Behördenverfahren zu konkretisieren und zu überarbeiten.

Siegerprojekt Wellness Lifestyle Resort Garmisch-Partenkirchen, DE. © ATP sphere

Der dem Baugrundstück vorgelagerte Kurpark lässt den Eindruck einer freistehenden Hotelanlage entstehen und gibt die Ausblicke auf eine der spektakulärsten alpinen Kulissen in Deutschland frei. Erschlossen wird das Hotel dabei im Norden durch die Alleestraße. Der Entwurf für das Life Style Resort Garmisch nutzt die Vorzüge des Grundstücks für sich, er respektiert dabei die umgebende Bebauung. Die zukünftige Hotelanlage streckt sich entlang der Ostwestachse des Grundstücks und kann so die im Bebauungsplan gesetzten Grenzen der Bauhöhe einhalten und unterschreiten. Der große Baukörper kann sich durch die Streckung und seine Gliederung gut in das Stadtgefüge und den Straßenraum einfügen. Insbesondere der Kurpark erhält durch das Hotel einen moderaten, räumlichen Abschluss der den Park respektiert und nicht beeinträchtigt. Die Spa-Funktionen werden dabei auf der anderen Seite der Alleestraße situiert.

Der expressiv ausgeformte Baukörper des Spa bildet gemeinsam mit dem Hotel ein Ensemble, das deutlich auf den Eingang des Hotels einwirkt. Die Konzentrierung der Spa-Nutzungen in einem separaten Gebäude ermöglicht eine flexible Betreiberstruktur, die nicht nur auf die Hotelgäste ausgerichtet sein muss. Der Verfasser schlägt deshalb alternativ vor, im östlichen Teil des Hotels einen Spa nur für Hotelgäste zu platzieren, (Sache der Vorplanung). Das Hotel, das eine nicht unbedeutende Anzahl an Suiten und Serviced Appartements (ca. 120) vorhält, reagiert im Gebäudekonzept auf diese Anforderung, indem es diese Bereiche teilt und zum einen mit einer besonderen Privatsphäre ausstattet, zum anderen einen eigenen Eingang zuweist, welcher der verlangten Wohnform gerecht wird. Das gemeinsame Erdgeschoss verbindet die quasi geteilten Zimmerbereiche, sodass alle betrieblichen Einheiten des Hotels jederzeit auf alle Gebäudeteile Einfluss nehmen können.

Die Materialität und Haltung des Gebäudes respektieren und interpretieren die Qualitäten und Erfahrungen alpiner Bauweisen. Die dem Menschen nahe kommenden Gebäudeteile wie Loggien, Terrassen oder die Zimmer, werden in Holz errichtet, vorverwittert mit senkrechter Lattung, die an die Schalungen der Giebelbereiche und an Nebengebäude erinnert. Die eher technischen Bereiche im Erdgeschoss werden mit lokal anstehenden Natursteinen verkleidet - Kalkstein, der auch die umgebende Bergwelt beherrscht. Das Hotel wird somit durch seine Materialität zusätzlich im lokalen Kontext verankert. Durch die respektierende Architektur der Gesamtanlage schafft diese einen Mehrwert für den touristisch geprägten Kurort Garmisch-Partenkirchen. Die Hotellerie von Garmisch wird aufgewertet, ohne dass die negativen Einflüsse einer Großhotelanlage auf ihre Umgebung spürbar wären.

Wettbewerbsteam:
ATP Architekten und Ingenieure
Christoph Achammer, Marc Mark, Paul Ohnmacht, Carsten Gauert, Sina Palic, Simone Mans, Anna Rainer

Beispiele für ATP-Projekte auf www.bauinfo24.at
ATRIO Einkaufszentrums-Neubau, Villach
Westgate Shopping Center, Zagreb
Arcade Wien-Meidling
Alpine Resort Fieberbrunn

Weitere Informationen:
www.atp.ag

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