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LKH Knittelfeld, Umbau | Übersicht
Lichtkonzept

Lichtkonzept

Für die Erweiterung des Krankenhauses im obersteirischen Knittelfeld ist die Qualität des Lichts die grundlegende Prämisse des Entwurfsgedankens. In der Kompensation der Defizite, die der Standort im besonderen für die Belichtung vorgibt, gelang dem Planungsteam um Hemma Fasch, Jakob Fuchs und Lukas Schumacher eine unverwechselbare, funktionelle Lösung, die das Bauwerk in der Durchbildung des Schnitts bestimmt und den tiefen, kompakten Baukörper bis in das Untergeschoß in ein lichtdurchflutetes Volumen verwandelt.

Die knappe Zäsur zwischen Alt- und Neubau, in der lediglich die Zufahrt für Rettungs- und Transportfahrzeuge angeordnet ist, gewährleistet kurze Wege und funktionelle Zusammenhänge zwischen den einzelnen Abteilungen des Hauses. Zugleich wird der Grundstücksverbrauch minimiert, die Belichtungssituation des kaum aus dem Schatten des Haupthauses tretenden Neubaus allerdings wesentlich verschärft. Die Planer begegnen diesem Problem mit der Ausbildung einer Lichtrinne; die Fassadenneigung von 18 Grad in den Obergeschossen lenkt natürliches Licht in die beschatteten Bereiche des Untergeschsses um. So werden auch diese effektvoll mit natürlichem Licht versorgt.

Sechs Lichthöfe werten die Lichtsituation der innen liegenden Erschließung der neuen Stationstrakte auf und suggerieren in der Distanz zum Altbau eine Großzügigkeit, die in den konkreten Abmessungen nicht gegeben ist. Die Durchfahrt auf Niveau des Untergeschosses wird von einer transparenten, linsenförmig gekrümmten Membranhülle bedacht, die den Lichtlenkungseffekt der geneigten Fassaden zu verstärken scheint.

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