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Hotel & Residenzen Schloss Velden | Übersicht | ||||
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Geschichte
Geschichte Zwischen 1590 und 1603 erbaute Barthlmä Khevenhüller (1539-1613) das Schloss Velden, das zum gesellschaftlichen Mittelpunkt seiner Zeit wurde und als sein Alterssitz dienen sollte. Nach dessen Tod 1613 wurden das Schloss und die Herrschaften Velden an den Grazer Hofkammerpräsidenten Grafen Sigmund Ludwig von Dietrichstein verkauft. Dieser verpachtete die um das Schloss gelegenen Acker-, Wiese- und Weidegründe, den Mühlteich sowie den Baumgarten beim Schloss samt einem kleinen Teich, in dem die Forellen für die Schlossküche gehalten wurden, auf Lebzeiten an den Klagenfurter Oberpostamtsverwalter Franz Karl von Manner. 1762 vernichtete ein Brand große Teile des ursprünglich dreigeschossigen Renaissancebaus mit vier polygonalen Ecktürmen und ausgedehnten Wirtschaftsgebäuden. Manner nutzte diese Gelegenheit und setzte sich in Besitz von Schloss, Meierhaus und Mühle. Er brachte zwar neue Ordnung in den Veldener Schlossbetrieb, jedoch gelang das Anwesen unter seinem Besitz nie wieder zu dem Glanz und der Herrlichkeit des alten Schlosses. 1891 ließ der Wiener Industrielle Ernst Wahliß das Schloss im Wesentlichen nach Ansichten und Plänen aus dem 18./19. Jahrhundert wieder aufbauen. So entstand im Gesamteindruck, wenn auch nicht in allen Einzelheiten, das prächtige viertürmige Schloss Bartlmä Khevenhüllers im Stil der Neorenaissance von neuem. Gleichzeitig sorgte Wahliß für modernen Komfort. Alle Zimmer wurden mit telegraphischer Verbindung ausgestattet, die Post täglich viermal ins Haus zugestellt. Die Wasserleitung mit bestem Trinkwasser reichte in jedes Stockwerk. Nach dem Tod Wahlriß` erbte seine Tochter, Katharina Maria Casati, den Veldener Betrieb. Sie bemühte sich eifrig, um einen weiteren Ausbau. So entstand westlich des Schlosses ein dem Hauptgebäude stilistisch angeglichenes, burgähnliches Bauwerk und innerhalb des Parks eine Villa. Auf diese Weise wurde die Zahl der Fremdenzimmer weiter erhöht und alle Zimmer mit elektrischer Beleuchtung ausgestattet. Im Herbst 1909 erwarb die Gemeinde Velden das Schlosshotel zum hohen Preis von 500.000 Kronen. Während des ersten Weltkrieges diente das Schloss Velden längere Zeit Zwecken der Heeresverwaltung. In ein neues Stadium seiner Entwicklung trat das Schlosshotel, nachdem es 1926 von den beiden Töchtern des bekannten Veldener Hoteliers Christof Mößlacher, Frau Sophie Günzl und Frau Elsa Böhm, erworben wurde. Was das Schlosshotel Velden seitdem war - ein allererstes Haus von internationaler Bedeutung - verdankt es dem emsigen Wirken, der Kenntnis und der Erfahrung dieser beiden Damen. Sie haben es verstanden, die hohe Tradition des Schlosses aus Khevenhüller-Zeiten mit den Erfordernissen einer anspruchsvollen Gegenwart zu verbinden. Zahlreiche Um- und Zubauten am Schloss folgten in den 20er und 30er Jahren nach Plänen des Architekten Franz Baumgartner, dessen Bauten das Ortsbild von Velden besonders prägen und der als der Repräsentant der sogenannten Wörtherseearchitektur anzusehen ist. Als renommiertestes Haus im Lande war das Veldener Schlosshotel bis Herbst 1990 in Betrieb, dann kaufte es der deutsche Milliardär Gunter Sachs für 12 Millionen Euro und investierte fast das Doppelte in Renovierung und Ausbau, der jedoch nie vollendet wurde und seit 1993 ruhte. |