Wohnen - Pflege und Hausgemeinschaft im Zusammenspiel
Federführend verantwortlich von Architektenseite zeichnet DI Rudolf Zabrana, für den die Vorbildwirkung des Projektes bedeutsam ist: "Besonders spannend für uns als Architekten war es, durch unsere Möglichkeiten in der Planung neue, alternative Modelle des Zusammenlebens zu schaffen und jegliche Heim- oder gar Spitalsatmosphäre zu vermeiden. In der Baumgasse erleichtern wir Menschen das Leben und bieten einfache Lösungen für oft komplexe Alltagssorgen. Es war eine besonders schöne Aufgabe an diesem Modell-Projekt mitzuwirken und damit auch Generationen zu verbinden!" Begegnung findet - so Zabrana - beispielsweise auf der sogenannten "Piazza" statt. Diese verbindet als innere Freifläche vier Geschosse miteinander und wird so zur Begegnungsstätte der SeniorInnen und der anderen HausbewohnerInnen.
Moderner Bau mit altem Sockel
Das Projekt "Wohnen in Generationen" nimmt sowohl im baulichen Ausdruck - wo das Eingangsportal der alten Reithalle zur Baumgasse als historisches Zitat vereinfacht wiedererrichtet wurde - als auch in der Nutzungsstruktur, wo mehrere Generationen unter einem Dach wohnen, programmatisch Bezug auf das Thema.
Das Gestaltungskonzept selbst beschreibt DI Zabrana so: "Wir haben die basilikaartige, dreiteilige Hallenstruktur der Reithalle beibehalten. Die Baustruktur setzt auf das Geschäftsgeschoß mit zwei durch die Stiegenläufe verbundenen einhüftigen Längsgebäudekörper auf. Das hat den Vorteil, dass dadurch sowohl über den glasgedeckten transparenten Mittelteil als auch über die verglasten Kopfteile Licht in das Innere des Baukörpers gelangt."
Starke Farben und viel Tageslicht
Farblich dominieren zur verbesserten Orientierbarkeit und Erhöhung der Sicherheit im Inneren kräftige Farben aus der warmen Erdskala sowie abgetöntes Grau. Durch die durchgehende Öffnung in der Mittelzone ab dem 3.OG fällt viel Tageslicht in das Gebäude. Die linearen Elemente der Architektur werden durch die Lichtbänder als integrierte Beleuchtungskörper noch unterstrichen. Zusätzlich gibt es im 1. Und 2. OG "Lichtbrunnen" die die Pflegegeschosse mit Tageslicht versorgen. Verwendet werden "naturnahe" Materialien wie Buchenparkett, Holzverkleidungen (Nuss), Teppichböden, keramische Fliesen, Linol, Terrazzo und Glas.