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Panoramahaus Dornbirn | Übersicht
Technik

Technische Besonderheiten

Fassade
Die Isolierglasfassade im elliptischen Turmbereich des Panoramahauses wurde als polyplane Fassade ausgeführt.

Hierbei ist die innere Scheibe eine ebene 10mm dicke VSG-Float Scheibe mit 0,76mm PVB Folie und die äußere Scheibe eine 8mm dicke gebogene ESG Scheibe. Der Scheibenzwischenraum variiert zwischen mindesten 12,3mm und 52,0mm.

Energiepfahlanlage
Die aus statischen Gründen notwendigen 357 Fundierungspfähle aus Beton werden durch Einlegen von HDPE-Rohrleitungen als Absorber ausgebildet. Die Pfähle weisen einen Durchmesser von 90 bis 120 cm und eine Länge von ca. 30 Meter auf. Aus wirtschaftlichen Gründen werden die Pfähle jedoch nur im obersten Bereich auf einer Länge von 16 bis 24 Meter mit Rohrleitungen belegt. Die gesamte, in den Pfählen integrierte Rohrleitungslänge beträgt ca. 40.000 Laufmeter. Zusätzlich können etwa 18.000 Laufmeter HDPE-Rohrleitungen, welche als Zuleitungen von den Standorten der Energiepfähle zum Technikraum verlegt werden müssen, thermisch genutzt werden.

Mittels einer Umwälzpumpe wird eine Wärmeträgerflüssigkeit (lebensmittelecht) zum Betrieb einer Wärmepumpe im Kreislauf durch die Rohrleitungen in den Energiepfählen gepumpt. Mittels einer Wärmepumpe wird im Winter dem Erdreich Wärme entzogen und dem Heizkreis zugeführt. Die Wärmepumpe weist eine Heizleistung von 400 kW auf und deckt die Grund-Heizlast des Gebäudes ab.

Durch die im Sommer notwendige Kühlung des Gebäudes wird den Energiepfählen Wärme zugeführt, wodurch eine annähernd ausgeglichene Jahresenergiebilanz zwischen Wärmentzug und Wärmeeintrag in die Energiepfähle erreicht wird. Laut Simulationsberechnung können im Winter 1,6 GWh thermischer Energie dem Erdreich entzogen werden. Durch die Abkühlung des die Pfähle umgebenden Erdreiches wird ein Kältepuffer geschaffen, der im Frühsommer zu Kühlzwecken genutzt werden kann. Für die Nutzung von 284.000 kWh Kühlenergie ist deshalb lediglich der Betrieb einer Umwälzpumpe erforderlich („free cooling“).

Steigt durch die Zufuhr von Wärme die Temperatur in den Energiepfählen so hoch an, dass sie für die freie Kühlung nicht mehr genutzt werden kann, wird die vorhandene Wärmepumpe als Kältemaschine genutzt. Die Kondensatorwärme wird nicht, wie bei herkömmlichen Kühlsystemen, an die Außenluft abgegeben, sondern den Energiepfählen zugeführt. Dadurch wird das Erdreich um die Energiepfähle zusätzlich erwärmt und ein optimales Temperaturniveau für den Wärmepumpenbetrieb im nächsten Winter geschaffen.
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